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Daily Blog – Bin ich jetzt ein Blogger?

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Knapp 80 Blogs und alles in allem 29’000 Wörter habe ich dieses Jahr schon veröffentlicht. Etwas über 8000 Views habe ich dieses Jahr auf dem Konto. Bin ich nun ein Blogger… ich weiss es nicht.

Gestern habe ich wieder eine neue Folge des Stützradkrimis geschrieben und veröffentlicht. Es macht Spass diese Geschichte zu schreiben. Natürlich können jetzt Leute kommen, und behaupten, dass ich Statistikgeil bin. Ich glaube jeder der schon mal selbst ein Blog geführt hat, weiss, dass man immer mal wieder auf die Statistik schaut. Es ist halt einfach eine Bestätigung, wenn der Blog auch gelesen wird. Ganz ehrlich, wer würde schon dauerhaft bloggen wenn niemand das Ganze liest.

Doch sind wir ehrlich, ob man Blogger ist oder nicht, lässt sich nicht an den Viewzahlen ablesen. Ich hatte bei YouTube vor etwas mehr als einem Jahr mal ähnliche Viewzahlen hingekriegt, und fühlte mich trotzdem nicht als YouTuber. Es geht mehr darum, wie viel Zeit man in den Blog steckt. Und genau das hat sich in diesem Jahr geändert. Früher war für mich der Blog nur ein Ort, wo ich Sachen hinpappte, die ich irgendwo öffentlich haben wollte. Die älteren Blogs von mir sind lieblos geschrieben und meist auch gar nicht ein zweites mal durchgelesen.

Doch wird diese Mühe belohnt? Auf jeden Fall. Ich habe 2 neue Follower auf meinem Blog und mit einem stehe ich seit kurzem auch in Kontakt. Es ist Staphan von adventureofmylifetime.com – ein ehemaliger Profi Triathlet von Deutschland, der aktuell die Ausbildung zum Fachinformatiker Richtung Anwendungsentwicklung macht. Ich glaube, es versteht sich von selbst, dass wir eine Menge Berührungspunkte haben. Und wer weiss, vielleicht kommt da ein gemeinsames Blogprojekt mit Stephan

Ich wollte mich nie ein Blogger nennen. Denn zum Bloggen gehört auch einen guten Schreibstil. Es gibt ganz sicher viele Menschen mit einem wesentlich besseren Schreibstil als ich. Meine Schwester meinte letztens zu mir: „Da hat jemand stark am Schreibstil gearbeitet.“ Ja, ich gebe mir wirklich Mühe. Es sind auch durchaus nicht die einzigen Komplimente die ich erhalte. Das alles bewirkt, dass ich mich tatsächlich schon ein bisschen als Blogger fühle.

Die Vision einer Firma

Die Idee ist schon alt und entstand vor etwas mehr als 20 Jahren. Damals war ich zur „Beruflichen Abklärung“ in einer IV Institution. Ich erschrak als ich die Leute sah, die dort drin wahren. Da tummelten sich lauter fähige Leute, die einfach auf den Abstellgleisen deponiert wurden. „Wie vielen anderen Menschen geht das auch noch so?“ fragte ich mich. Und wie viele fähige Menschen landen in einer geschützten Werkstatt und verrichten Arbeit weit unter ihrem Niveau?

Seitdem begleitet mich dieser Gedanke, und liess mich nicht mehr los. Doch da der Sport lange Zeit für mich oberste Priorität hatte, blieb der Gedanke im Hintergrund. Doch meine Beteiligung an IT Kongressen brachte sie wieder ins Bewusstsein. An gewissen Kongressen lagen die Jobangebote buchstäblich auf dem Serviertablett. Gute ITler sind dermassen gesucht, dass man sie jagt. Der Markt ist so trocken das Rekrutierer selbst vor Leuten die Inhaber einer eigenen Firma sind, nicht zurückschrecken.

Auf der anderen Seite sitzen Leute mit Potential zu Hause, werden depressiv nur weil sie irgendwann mal durch irgend ein bescheuertes Raster gefallen sind. Wir erlauben uns ganz schöne Ressourcenverschwendung und jammern gleichzeitig über Mangelnde Fachkräfte. So geht’s nicht weiter Leute!!!

So drehte mein Ideenkopf mal wieder seine Runden. Nach einigen Schlaflosen Nächten hatte ich dann auch eine Idee zusammen, die sich diskutieren liess. In meinem Blog Blog 14 – Vefko als Sprungbrett? schrieb ich das erste mal über die Idee auf meinem Blog. Marc und ich diskutierten die Ideen untereinander. Danach hatten wir ein erstes Treffen mit Profil der Stelle der ProInfirmis die sich um Berufliche Integration kümmert. Doch der Entscheidende Moment war das Digital Forum Davos. Da kriegte ich dermassen positives Feedback, dass ich das Zeitnah umsetzen musste.

Um die grobe Strategie noch mal zu erwähnen. Die Beeinträchtigten fangen erst mal bei der Vefko an. Dort können sie sich wieder langsam an das Arbeitsleben gewöhnen, Erfahrungen sammeln und ihr Können unter Beweis stellen. Danach werden sie an Partnerfirmen ausgemietet. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich so erst mal kennen lernen und man sieht ob die Person in das Umfeld passt. Und erst dann folgt der Transfer an die Firma. Somit kann sicher gestellt werden, dass genügend Zeit da ist, um das oft verstaubte Potential zu wecken, das oft angeknackste Selbstvertrauen zu wiederherzustellen, und die richtige Arbeitsstelle zu finden.

Ich möchte klar stellen, dass wir nicht eine der zahllosen „Och hilf den armen Behinderten“ Organisationen sein wollen. Wir sehen das eher umgekehrt. Wir Behinderten wollen der Überlasteten IT Branche ein Händchen reichen und unser Know How zur Verfügung stellen.

Auf lange Sicht, ist natürlich ein Verein die falsche Organisationsstruktur für so was. Deswegen steht mittelfristig die Gründung einer Firma im Raum. Ich Persönlich fände eine Genossenschaft ganz passend, Da könnte die Partnerfirmen sich beteiligen. Das ist allerdings noch lange nicht ausdiskutiert.

So, jetzt ist es raus! und ihr wisst, an was Raphael die letzten Wochen rumgebrütet habt. Firmen die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, melden sich bei mir. Mit etwas Glück kriegt ihr sogar ein paar Stunden von mir als Open Source Spezialist.

Anfragen könnt ihr an raphael(at)vefko.ch stellen.

Zwischen Computer und Sportplatz

Seit gestern hat in meiner Sportgruppe wieder offiziell das Training begonnen. Gerade läuft es mir mit dem Laufen nicht so gut. Der Bewegungsablauf ist irgendwie anders und anstrengend. Ich muss mich wieder dauernd konzentrieren, damit ich nicht hinfalle. Für den Alltag ist das mühsam. Es ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie vor einem Jahr, aber halt trotzdem nicht angenehm.

Mein Körper experimentiert mal wieder mit anderen Bewegungsmustern, und ich hab mal wieder nicht wirklich Ahnung was er da genau tut. Ich spüre, dass die Waden vor allem beim Treppensteigen mehr im Einsatz sind. Auch der Kniebeuger ist mehr im Einsatz, nur leider mit dem falschen Timing. Die Zusammenarbeit mit den Waden stimmt überhaupt nicht, was in einem Bewegungsablaufs Chaos endet.

Dieses Chaos heisst es in den kommenden Wochen etwas zu ordnen. Das wird wieder eine Herausforderung und ich hoffe, dass die Muskeln nicht einfach wieder in die alten Bewegungsmuster zurückfallen. Zudem Behandle ich gerade wieder einen kleinen Magnesiummangel.

Der Sport macht aktuell wenig Spass. Momentan habe ich wieder mal das Gefühl, dass ich höchstens gegen Rückschritte ankämpfen kann und Fortschritte in weiter Ferne sind. Aber das Gefühl kenne ich ja, und bis jetzt ist es immer wieder in ein neues Hoch gegangen. Also kämpfen wir wieder mal ohne grosse Motivation.

Umso schöner ist es, dass das Vefko Projekt Freude bereitet. Manchmal fühle ich mich schon richtig wie ein Businessmann. Sitzung da, Sitzung dort, es ist glaub ich seit langem wieder mal ein Projekt, dass wirklich Beteiligung von aussen hat. Dem entsprechend will es auch gemanagt werden.

Es tut gut, den Fokus etwas weg vom Sport zu haben. Nicht nur aufzustehen um zu trainieren. Versteht mich nicht falsch, die Jahre des Spitzensports waren eine tolle Sache. Aber nun ist es an der Zeit, in anderen Bereichen die grosse Leistung zu bringen. Natürlich, für die Leute da draussen bin ich immer noch der Sportler, aber für mich hat die Vefko nun Priorität.

Nichts desto trotz, die nächste Saison in der Leichtathletik ist in der Vorbereitung. Es dürfte schon spannend werden, wie ich Sport und Business unter einen Hut bringe aber bis jetzt klappt das gut. Die Abwechslung macht Spass. Bleibt noch zu hoffen, dass es mit dem Sport auch bald wieder bergauf geht. So dass ich wieder mit Freude in die Trainings kann.

Mein Geburtstag

Das erste „Geschenk“ erwartete mich bereits am frühen Morgen. Ich schaute aus dem Fenster und was sehe ich… es schneite und das am 28. Oktober. Wer mich kennt, weiss, dass ich kein schneebegeisterter Typ bin, aber das kann ich ja auch nicht ändern.

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Ich hatte mit meinen Eltern abgemacht, und so ging meine Reise erst mal mit dem Zug nach Cham. Dort wurde ich von meiner Mutter abgeholt. Nach dem wir uns erst mal bei meinen Eltern ein bisschen unterhalten haben, gingen wir zusammen Mittagessen. Wir hatten mit einem ehemaligen Angestellten meiner Eltern abgemacht. Ich wuchs ja in einer Bauernfamilie auf, und da sind Angestellte oft wie ein Teil der Familie. Bei dieser Person war das wirklich krass. Er war für uns wie ein Grossvater, war fast jede Mahlzeit bei uns. Auch Feste wie Weihnachten und Ostern verbrachte er bei uns. Er ist mittlerweile in einem Alterszentrum und wir gingen ihn besuchen.

Über meinen Besuch freute er sich sehr. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen. Ich bin relativ selten in Hünenberg, und wenn dann meistens um meine Eltern zu besuchen. An diesem Tag merkte ich wieder mal, wie viele mich immer noch kennen. Das obschon ich schon 15 Jahre weg bin. Viele Leute haben mich angesprochen.

Danach ging es noch mal zu meinen Eltern, wo es noch ein feines Dessert gab. So hatten wir mal wieder Zeit miteinander zu quatschen. Danach ging es für mich wieder nach Hause. Leider hatte ich mit der Zugsfahrt nicht so viel glück. Ich kam etwas verspätet an, wodurch ich den Nachtbus nach Malans verpasste. Auf das Taxi musste ich auch eine Weile warten, da merkte ich, dass der Winter wieder zurück ist. Denn es war kalt.

Alles in Allem hatte ich einen ruhigen Geburtstag. Danke den Eltern für die Einladung, danke all denen, die mir über Social Media Glückwünsche gesendet haben. Natürlich möchte ich auch der Person danken, die mir auch dieses Jahr wieder eine dicke Bündner Nusstorte gebacken hat und offenbar anonym bleiben möchte. Denn ich weiss bis heute nicht, wer das ist. Und jetzt heisst es los ins 39. Lebensjahr!

Marketing, Marketing und noch mal Marketing

Gestern hat der Tag für mich wieder mal früh morgens begonnen. Schon um vier Uhr war ich vor dem Computer. Doch dies mal ging es nicht ums programmieren. Marketing war angesagt. Das Thema beschäftigt mich nun schon seit zwei tagen, und wird mich wohl auch noch ein bisschen begleiten.

Die beste Software (wobei ich jetzt nicht behaupten will, dass wir die beste Software haben) bringt nichts, wenn sie niemand kennt. Daran sind schon ganz coole Projekte gescheitert. Im Unterschied zu viele Startups, die mit viel Geld im Rücken in den Markt geballert werden, müssen wir nahezu ohne Finanzen auskommen. Das ist eine richtige Herausforderung.

Zwischen den E-Mails und Networking auf den verdächtigen Plattformen, schob ich auch noch zwei Trainings ein. Ja, ich bin wieder am Trainieren. Aktuell zwar nur mit dem Fahrrad aber es geht auch schon bald wieder mit den Lauf- und Koordinationstrainings los. Diese habe ich jetzt auch langsam wieder bitter nötig. Bei meinem Fahrrad wird langsam aber sicher eine grössere Reparatur fällig. Die Bremsbeläge der Scheibenbremsen neigen sich dem Ende zu.

Am Nachmittag ging es dann nach Chur. Es war in der ganzen Schweiz Digital Tag. Da gab es Anlässe in diversesten Städten der Schweiz. Der Event ist eigentlich eher für die Allgemeinheit ausgelegt, also kein Entwickler Event. Die Themen waren dem entsprechend auch sehr oberflächlich. Dennoch konnte ich ein paar neue Kontakte knüpfen und ein paar interessante Gespräche führen.

Auf dem Rückweg traf ich dann noch Kai. Kai ist ein Strassenmusiker unserer Region. Er spielt im Herbst und Winter immer abwechselnd in Chur und Landquart in den Bahnhofunterführungen. Normalerweise sehe ich ihn immer auf dem Weg zum Training. Kai und seine Familie ist ein spezieller Typ, der sein Leben lebt. Solche Menschen finde ich einfach cool.

Kai hat mit seiner Familie eine neue CD aufgenommen, und hat am 24. November Plattentaufe in Chur. Da er eher der Analoge Mensch ist, hab ich mir erlaubt, den Flayer für das Konzert abzufotografieren.

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Tutti Frutti vor dem Computer

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Gestern startete mein Tag früh am Morgen. Schon vor fünf Uhr war ich am Computer und habe programmiert. Ich wollte die Statistik in unserem internen Arbeitstool fixen. Die Gesamtstunden sind immer noch nicht korrekt.

Doch dann überkam mich der Hunger. Zum Glück war schon sechs Uhr. Obschon ich in einem 2500 Seelen Dorf lebe, hat der Dorfladen bereits um 6:00 geöffnet. Da staunt ihr he. Doch diesmal kam ich mit etwas speziellem zurück.

Vermutlich ist es bereits genetisch festgelegt das Programmierer immer etwas zu knappern auf dem Schreibtisch haben müssen. Dass dies nicht selten die Lebensdauer der Tastaturen verkürzt, nehmen wir billigend in Kauf. Meistens ist das Zeugs, dass man vor dem Rechner verspeist, nicht gerade gesund. Ich machte dies mal eine Ausnahme, und habe mir ein Teller mit Tutti Frutti vor den Computer gestellt.

So gut das Zeugs auch ist, den Fehler konnte ich trotzdem nicht beheben. Zwar habe ich nach einigen Analysen den Fehler gefunden, eine einfache Lösung ist mir aber nicht eingefallen. Also nichts wie raus aufs Rad. Doch heute wollten auch die paar Runden an der frischen Luft nicht helfen.

Am Abend hatte ich dann noch ein Kommentar unter einem YouTube Video. Irgend ein Typ will mich kontaktieren, weil er Programmierer braucht. Wie er mich auf YouTube gefunden hat… keine Ahnung. YouTube ist ja nicht gerade die Plattform, wo man erwartet, Aufträge an Land zu ziehen. Ob daraus was wird, steht sowieso noch vollkommen in den Sternen.

Ich greife in den Teller vor mir. Mist, warum müssen Knappereien immer so schnell weg sein? Aber sind ja nur noch ein paar Stunden, dann kann ich mir wieder Nachschub holen.

Google verkauft Adressdaten an dubiose Callcenter?

Als erstes möchte ich sagen, dass ich keine eindeutigen Beweise habe aber die folgende Story beinhaltet doch starke Indizien dafür.

Telefonwerbung ist in der Schweiz eigentlich verboten. Dennoch kennt sie fast jeder, die Callcenter die vom Ausland aus operieren, sich hinter einer Inlandnummer tarnen und über Umfragen irgendwelche Produkte verkaufen wollen. Ich habe genau aus diesem Grund kein Telefonbucheintrag und meine Handy Nummer gebe ich nur an ausgewählte Leute weiter. In meinen vier Jahren in denen ich die Nummer habe, hatte ich noch nie ein Callcenter Anruf. Doch vor zwei Monaten hatte ich so ein Kandidaten. Es handelte sich um die Firma Datacall. Kurze Recherche im Internet zeigte… agressive Telefonwerbung.

Gut dachte ich, wenn ich nichts unternehme werden die garantiert wieder anrufen… Drehen wir den Spies doch einfach um und nerven die etwas. Ich meine die wollen Produkte verkaufen, und verdienen wohl vor allem wenn sie eben was verkaufen. Also rief ich sie zurück, und nahm sie so richtig auf die Schippe. Nein, nicht nur ein mal… sondern etwa 6 mal an einem Tag. Mir hat das ziemlich Spass gemacht, die Mitarbeiter des Callcenters hatten leider wenig Sinn für Humor. Ich bin wohl nicht der einzige der diese Idee hatte :p

Nur woher haben die meine Nummer?! Ich nehme nie an Wettbewerben teil, da ich weiss, dass diese meist nur Adressdatensammlungen sind. Theoretisch ist es natürlich möglich, durch ausprobieren an eine Nummer zu kommen. Kann ich natürlich nicht ausschliessen dass es so war. Das wäre für Callcenter allerdings nicht sehr rentabel, da die blosse Nummer ziemlich wertlos ist. Adressen sind erst dann interessant, wenn sie mit weiteren Daten versehen sind. Beruf, Interessen usw.

Von Google ist bekannt, dass sie Personendaten im grossen Stil sammelt. Sie behaupten, sie brauchen das für personifizierte Werbung bei Google ads und auch bei YouTube. Google nötigte mich mal meine Nummer rauszugeben, also sie haben meine Handynummer. Lustigerweise hat Google auch seit Jahren eine Fehlinformation von mir. Sie glauben nämlich seit langem dass ich im Besitz eines Auto bin. Auf YouTube wird mir dauernd Autowerbung gezeigt… dabei habe ich nicht mal einen Führerschein. Und nein, diese Falschinformation habe ich nicht bewusst gestreut.

Interessanterweise wollte mir das Callcenter eine Autoversicherung andrehen. Und die gingen fest davon aus, dass ich ein Auto habe. Klar, der Datenhandel zwischen Datacall und Google ist damit nicht belegt. Aber es gibt doch gute Indizien dafür.

Interessieren würde mich ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Schreibt unten in die Kommentare oder ruft mich an auf ++XX XX XXX XX XX

Und Datacall ich vermisse Eure Anrufe… Würde Euch so gerne wieder mal verarschen.

 

Vefko Tools, warum sich die Beta verspätet

Das hier ist nur ein kleiner Informations Blog. Eigentlich plante ich vor einer Woche das Beta Release für die Vefko Tools zu machen. Doch das Ganze verspätet sich. Grund dafür ist ein traurig schönes Ereignis. Marc Disch, der das Projekt von Anfang an begleitet hat, fand einen Job! Wir freuen uns natürlich sehr für ihn, denn Reintegration ist ein wichtiger Bestandteil für uns.

Auch wenn Marc die Vefko nicht verlässt (was uns besonders freut), muss er sich natürlich momentan auf den neuen Job konzentrieren. Programmierarbeiten werden daher aktuell von mir erledigt. Dummerweise haben wir gerade noch ein Bug in einem der längsten Scripts gefunden und das bedingt ein bisschen Einarbeitung meinerseits, da der Code nicht von mir stammt.

Deswegen verzögert sich das Beta Release um eine Woche oder so. Wir wollen mit einer grundsätzlich funktionierenden Beta raus, weswegen dieser Bug noch behoben werden muss. Wir danken für die Geduld und das Verständnis.

Die Vefko bedankt sich bei Marc Disch für die geleistete Arbeit und wünscht ihm in seinem neuen Job alles gute. Natürlich halten wir Ausschau für jemand neues. Wenn du eine Beeinträchtigung hast, Etwas Erfahrung in html, css und php und Motivation solltest du mitbringen. Dann melde dich bei Raphael. Die Arbeit geschieht grundsätzlich Ehrenamtlich, Entschädigungen sind aber möglich, wenn es das Budget her gibt.

Digital Forum Davos

Ich schulde Euch noch einen kleinen Bericht. Am 28. und 29. September fand zum ersten mal das Digital Forum in Davos statt. Jaja, kaum hat man den Sommer so halb überlebt beginnt bereits der Herbst mit seinen Konferenzen. Wird auch nicht das einzige Meetup bleiben. Normalerweise bewege ich mich IT mässig ja immer recht international. Die meisten Konferenzen an denen ich bisher teilnahm waren im Ausland. Ob Brüssel, Berlin oder Budapest… ich bin schon in einige europäische Städte gereist dafür. Ich habe daher auch ein gutes internationales Netzwerk. Lokal fehlten mir aber die Kontakte in die IT Business Welt.

Das musste sich ändern, denn schliesslich habe ich mit der Vefko ein lokales Projekt am Start. Davos kam also wie gerufen. Das Thema war die Digitalisierung, wobei ich weniger wegen den Vorträgen dort war, als um mein Netzwerk zu erweitern. Networking nennt man das auf Denglisch 😉

Da der Ort nur etwa eine Stunde von mir entfernt liegt, und ich innerhalb der Schweiz eh eine Flatrate für den öffentlichen Verkehr habe, lohnte sich für mich die Übernachtung nicht. So hiess es pendeln an den beiden Tagen.

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Digital Forum Davos 2018 im Kongresszentrum Davos

Die Location war das Kongresszentrum Davos, das vor allem durch das WEF (World Economic Forum) bekannt ist. Allerdings waren die Sicherheitsvorkehrungen für uns nicht ganz so hoch. Davos wurde nicht Hermetisch abgeriegelt und ich habe auch keinen Scharfschützen auf dem Dach entdeckt. Ja, am Anfang fragte ich mich, ob ich hier richtig bin, denn ausser eine leeren Eingangshalle fand ich nichts. Das ging allerdings nicht nur mir so und wir machten uns gemeinsam auf die Suche. Nach einem kurzen Marsch durch die Katakomben des Gebäudes waren wir da, Badge entgegennehmen, los geht’s!

Ich sprach mit Personal Manager, Consultants, CEO’s und Rekrutierer. Die Gespräche drehten sich natürlich oft um Vefko, aber auch um Behinderte in der IT. Wieder mal waren mehrere Firmen auf der Suche nach neuem Personal. Ich bin zwar diesmal nicht mit einem Jobangebot nach Hause gekommen, aber ein paar Flirts mit Firmen hatte ich schon.

Vor allem die Idee, Vefko als Sprungbrett für den Ersten Arbeitsmarkt zu benutzen, fand reges Interesse. Der Programmierermangel erfordert neue Massnahmen. Man muss neue Ressourcen erschliessen, und da gehören halt auch Menschen mit einer Beeinträchtigung dazu. Mein Plan ist, die Leute erst mal bei Vefko arbeiten zu lassen, dann an Firmen auszumieten, und schlussendlich in den Arbeitsmarkt zu entlassen. Das klappt aber natürlich auch nur, wenn wir Leute finden, die den Mut zu so einem Abenteuer haben. Doch das ist ein anderes Thema, und darüber blogge ich ein anderes mal.

Aber auch die Vefko selbst fand anklang. Es waren natürlich auch Leute dabei, die in Vereinen sind, und einige kannten das Organisationschaos nur zu gut. Auch zum Preis von 40 Franken im Jahr meinten fast alle… „Das ist ja nichts.“ Na ja, wer uns unterstützen möchte, und mehr zahlen will, kann gerne eine einmalige Spende oder eine Passivmitgliedschaft abschliessen.

Zu guter Letzt konnte ich mit meinem Know how auch noch ein paar Leute helfen. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen an solchen Kongressen. Eines ist uns allen aufgefallen. An einem Kongress für Digitalisierung tauschen alle Visitenkarten. Der Fakt ist schon etwas witzig, beweist aber auch, dass Digitalisierung nicht überall alles verändert. In einem waren wir uns einig: Die Digitalisierung wird nicht das direkte Gespräch ersetzen. Daher war auch dieser Kongress eine tolle sache.

Zum Schluss hatte ich tatsächlich keine einzige eigene Visitenkarte mehr. Dafür jede Menge von anderen. Ja, ich war nach dem Kongress kaputt, aber es hat sich gelohnt.

https://www.davosdigitalforum.ch/

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Ende des Digital Forums Davos 2018. Wunderschöner Tag, und wir haben fast nur das Kongresszentrum gesehen 😉

Der beste Lauf seit fast zwei Jahren

Sorry, dass dieser Blog nicht schon vorher kommt. Der Erfolg musste sich erst mal etwas setzen. Am Mittwoch stand für mich Wettkampf an, und wie ich ja bereits in vorherigen Blogs beschrieben habe, hatte ich ein gutes Gefühl. Der Wettkampf fand am anderen Ende der Schweiz (Thun) statt. Das hiess für mich erst mal 2 3/4 Stunden Zug fahren.

Nach drei mal Umsteigen war ich dort. Auch die Anmeldung war schnell gefunden. Dann die Überraschung, ich bin gar nicht auf der Liste, obschon ich mich online angemeldet habe. Zum Glück konnte man sich nachmelden. Ich war auch nicht der Einzige, dem es so erging. Jetzt hatte ich erst mal noch etwas Zeit. Startnummer montieren, Leute Begrüssen die ich kenne und wie immer, Fragen beantworten.

Eine Viertelstunde vor dem Start war Appell. Da wird man in die Serie eingeteilt, und bekommt die Bahn zugewiesen. Da es sehr warm war, entschied ich mich für ein kurzes Warmup. Vor dem Appell nur kurz etwas koordinativ und nach dem Appell noch mal etwas aufheizen.

Wie meist war ich in der letzten Serie bei den aktiven. Serie 5. Da vergehen noch mal ein paar Minuten zum Start. Die Zeit nutzte ich, um die neuen Muskelgruppen noch mal zu stimulieren. Sie reagieren relativ schnell. Dann das übliche Startritual. „Auf eure Plätze…“ Da bin ich wieder… in der Startposition, Rechts von mir die Zuschauertribüne, hinter mir die Lautsprecher die gleich den Startschuss geben werden und 100m weiter vorne das Ziel. Den Blick auf den Boden gerichtet und voll konzentriert.

FERTIG!… PAFF(Startschuss) und ich komm im ersten Moment nicht weg. Nicht schon wieder denke ich. Ich verlor ungefähr eine halbe Sekunde. Nach einem kleinen Verstolperer in den ersten 10 Metern komme ich gut ins rennen. Ich spüre wie die neuen Muskelgruppen mitarbeiten. Über die 50m und ich hatte ordentlich tempo. über die 70m und es verkrampfte noch nichts. Nur in den letzten Meter baute ich noch etwas ab. Über die Ziellinie und dieses mal musste ich anschliessend auch die Bremse einlegen.

Geiler Lauf dachte ich für mich. Kurze Zeit später das Resultat 31.74 Saisonbestzeit. 4 sec schneller als vor zwei Monaten. Zum Ersten mal fällt nun auch die Zeit, und bestätigt, was ich seit zwei Wochen vermute. Und das beste, ich weiss, da ist noch jede Menge Luft nach oben. Denn die Kadenz war noch tief und die neuen Muskelgruppen sind noch weit von einer guten Koordination entfernt.

Vermutlich können sich nur wenige vorstellen, was dieser Lauf für mich bedeutet. Es ist nicht einfach nur eine Zeit, sondern eine Bestätigung dass mein Plan aufgeht. Für dieses Erlebnis habe ich jetzt über ein halbes Jahr gekämpft, gelitten und gezweifelt. Nun weiss ich, das ich auf dem richtigen Weg bin.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was das für eine Motivation für mich gibt. Ich beginne immer mehr dran zu glauben, dass die Cerebral Parese eben doch besiegbar ist. Wenn das so weiter geht, dürfte meine PB nicht mehr lange überleben, aber ich bin realistisch genug, dass nach den Höhenflug auch wieder mal Tiefs kommen. Nur mit dem Erfolg im Gepäck, ist es leichter da durchzukommen.

Ich möchte diese Gelegenheit noch mal nutzen, um all denen zu danken, die mich zum Comeback 2018 bewegt haben. All die jenen, die mich anfeuern. oder mir direkt Zuspruch geben. Alle die mein Blog lesen und alle sonstigen Fans. Das ist für mich sehr wichtig.

Nächste Woche bin ich wieder am Start, dann in Notwil. Mal sehen ob dann schon eine hohe 20er Zeit laufen kann.