Archiv der Kategorie: Computer

Tutti Frutti vor dem Computer

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Gestern startete mein Tag früh am Morgen. Schon vor fünf Uhr war ich am Computer und habe programmiert. Ich wollte die Statistik in unserem internen Arbeitstool fixen. Die Gesamtstunden sind immer noch nicht korrekt.

Doch dann überkam mich der Hunger. Zum Glück war schon sechs Uhr. Obschon ich in einem 2500 Seelen Dorf lebe, hat der Dorfladen bereits um 6:00 geöffnet. Da staunt ihr he. Doch diesmal kam ich mit etwas speziellem zurück.

Vermutlich ist es bereits genetisch festgelegt das Programmierer immer etwas zu knappern auf dem Schreibtisch haben müssen. Dass dies nicht selten die Lebensdauer der Tastaturen verkürzt, nehmen wir billigend in Kauf. Meistens ist das Zeugs, dass man vor dem Rechner verspeist, nicht gerade gesund. Ich machte dies mal eine Ausnahme, und habe mir ein Teller mit Tutti Frutti vor den Computer gestellt.

So gut das Zeugs auch ist, den Fehler konnte ich trotzdem nicht beheben. Zwar habe ich nach einigen Analysen den Fehler gefunden, eine einfache Lösung ist mir aber nicht eingefallen. Also nichts wie raus aufs Rad. Doch heute wollten auch die paar Runden an der frischen Luft nicht helfen.

Am Abend hatte ich dann noch ein Kommentar unter einem YouTube Video. Irgend ein Typ will mich kontaktieren, weil er Programmierer braucht. Wie er mich auf YouTube gefunden hat… keine Ahnung. YouTube ist ja nicht gerade die Plattform, wo man erwartet, Aufträge an Land zu ziehen. Ob daraus was wird, steht sowieso noch vollkommen in den Sternen.

Ich greife in den Teller vor mir. Mist, warum müssen Knappereien immer so schnell weg sein? Aber sind ja nur noch ein paar Stunden, dann kann ich mir wieder Nachschub holen.

Wir starten in die Beta!

Es braucht einiges, bis ich nervös werde. Doch heute bin ich es. Viele Jahre habe ich neben meinem Sport Erfahrungen in der IT Welt gesammelt. Ich hatte das Privileg in namhaften Projekten wie OpenOffice mitzuwirken. Ich konnte bei Apache mit Spitzenentwickler diverser Firmen zusammenarbeiten. Jede Menge Erfahrung und Know How durfte ich so sammeln. Doch mein Hauptziel war immer ein eigenes Projekt.

Es war wahrlich nicht einfach, Vefko aufzuziehen. Leute von einer Idee zu überzeugen und sie für sich zu gewinnen ist wirklich nichts leichtes. Egal ob als Sponsoren, Mitstreiter oder als Kunden. Neue Ideen haben es selten leicht.

Wir liessen uns durch all die Schwierigkeiten nicht beirren. Die Sponsoring Einnahmen im ersten Jahr beliefen sich gerade mal auf irgendwas mit 800 Franken. Das deckte nicht mal die vollen Spesen. Die hunderten von Stunden die wir investiert haben, hat uns niemand bezahlt. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Wir werden es bald wissen. Denn nach dem ich letzte Woche noch ein paar weitere Fehler ausgeräumt habe sind nun die Vefko Tools bereit für den Beta Test. Nein, das Tool ist keine Augenweide und bestimmt auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber es stecken schon ein paar Überlegungen dahinter.

Jetzt ist es Zeit für einen ersten Feldversuch. Hier gehts zu den Vefko Tools Für mich stellen sich da viele Fragen:

  • Wird das Angebot angenommen?
  • Können die Leute damit arbeiten?
  • Was für Wünsche erhalten wir für die nächste Version?
  • Wie wird das Finanziell laufen?

Gerade letzteres erwarte ich mit voller Spannung. Bis jetzt habe ich zwar zum Preis 40.– im Jahr grösstenteils positives Feedback bekommen. Viele meinten sogar: „Das sei ja geschenkt.“ Wird es Leute oder Vereine geben, die mehr zahlen, um die Entwicklung zu pushen. Und was denken die Leute zum Integrationsgedanke. Dass wir Leute mit Beeinträchtigungen im Verein an die IT ranführen und dann an den ersten Arbeitsmarkt weiter vermitteln. All diese Fragen habe ich zur Zeit. Sie werden sich bestimmt nicht gleich beantworten lassen, aber Tendenzen wird man feststellen können.

Daher erwarte ich den Start voller Spannung. Mal sehen, ob der Start ein Geburtstagsgeschenk für mich wird.

Google verkauft Adressdaten an dubiose Callcenter?

Als erstes möchte ich sagen, dass ich keine eindeutigen Beweise habe aber die folgende Story beinhaltet doch starke Indizien dafür.

Telefonwerbung ist in der Schweiz eigentlich verboten. Dennoch kennt sie fast jeder, die Callcenter die vom Ausland aus operieren, sich hinter einer Inlandnummer tarnen und über Umfragen irgendwelche Produkte verkaufen wollen. Ich habe genau aus diesem Grund kein Telefonbucheintrag und meine Handy Nummer gebe ich nur an ausgewählte Leute weiter. In meinen vier Jahren in denen ich die Nummer habe, hatte ich noch nie ein Callcenter Anruf. Doch vor zwei Monaten hatte ich so ein Kandidaten. Es handelte sich um die Firma Datacall. Kurze Recherche im Internet zeigte… agressive Telefonwerbung.

Gut dachte ich, wenn ich nichts unternehme werden die garantiert wieder anrufen… Drehen wir den Spies doch einfach um und nerven die etwas. Ich meine die wollen Produkte verkaufen, und verdienen wohl vor allem wenn sie eben was verkaufen. Also rief ich sie zurück, und nahm sie so richtig auf die Schippe. Nein, nicht nur ein mal… sondern etwa 6 mal an einem Tag. Mir hat das ziemlich Spass gemacht, die Mitarbeiter des Callcenters hatten leider wenig Sinn für Humor. Ich bin wohl nicht der einzige der diese Idee hatte :p

Nur woher haben die meine Nummer?! Ich nehme nie an Wettbewerben teil, da ich weiss, dass diese meist nur Adressdatensammlungen sind. Theoretisch ist es natürlich möglich, durch ausprobieren an eine Nummer zu kommen. Kann ich natürlich nicht ausschliessen dass es so war. Das wäre für Callcenter allerdings nicht sehr rentabel, da die blosse Nummer ziemlich wertlos ist. Adressen sind erst dann interessant, wenn sie mit weiteren Daten versehen sind. Beruf, Interessen usw.

Von Google ist bekannt, dass sie Personendaten im grossen Stil sammelt. Sie behaupten, sie brauchen das für personifizierte Werbung bei Google ads und auch bei YouTube. Google nötigte mich mal meine Nummer rauszugeben, also sie haben meine Handynummer. Lustigerweise hat Google auch seit Jahren eine Fehlinformation von mir. Sie glauben nämlich seit langem dass ich im Besitz eines Auto bin. Auf YouTube wird mir dauernd Autowerbung gezeigt… dabei habe ich nicht mal einen Führerschein. Und nein, diese Falschinformation habe ich nicht bewusst gestreut.

Interessanterweise wollte mir das Callcenter eine Autoversicherung andrehen. Und die gingen fest davon aus, dass ich ein Auto habe. Klar, der Datenhandel zwischen Datacall und Google ist damit nicht belegt. Aber es gibt doch gute Indizien dafür.

Interessieren würde mich ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Schreibt unten in die Kommentare oder ruft mich an auf ++XX XX XXX XX XX

Und Datacall ich vermisse Eure Anrufe… Würde Euch so gerne wieder mal verarschen.

 

Vefko Tools, warum sich die Beta verspätet

Das hier ist nur ein kleiner Informations Blog. Eigentlich plante ich vor einer Woche das Beta Release für die Vefko Tools zu machen. Doch das Ganze verspätet sich. Grund dafür ist ein traurig schönes Ereignis. Marc Disch, der das Projekt von Anfang an begleitet hat, fand einen Job! Wir freuen uns natürlich sehr für ihn, denn Reintegration ist ein wichtiger Bestandteil für uns.

Auch wenn Marc die Vefko nicht verlässt (was uns besonders freut), muss er sich natürlich momentan auf den neuen Job konzentrieren. Programmierarbeiten werden daher aktuell von mir erledigt. Dummerweise haben wir gerade noch ein Bug in einem der längsten Scripts gefunden und das bedingt ein bisschen Einarbeitung meinerseits, da der Code nicht von mir stammt.

Deswegen verzögert sich das Beta Release um eine Woche oder so. Wir wollen mit einer grundsätzlich funktionierenden Beta raus, weswegen dieser Bug noch behoben werden muss. Wir danken für die Geduld und das Verständnis.

Die Vefko bedankt sich bei Marc Disch für die geleistete Arbeit und wünscht ihm in seinem neuen Job alles gute. Natürlich halten wir Ausschau für jemand neues. Wenn du eine Beeinträchtigung hast, Etwas Erfahrung in html, css und php und Motivation solltest du mitbringen. Dann melde dich bei Raphael. Die Arbeit geschieht grundsätzlich Ehrenamtlich, Entschädigungen sind aber möglich, wenn es das Budget her gibt.

Digital Forum Davos

Ich schulde Euch noch einen kleinen Bericht. Am 28. und 29. September fand zum ersten mal das Digital Forum in Davos statt. Jaja, kaum hat man den Sommer so halb überlebt beginnt bereits der Herbst mit seinen Konferenzen. Wird auch nicht das einzige Meetup bleiben. Normalerweise bewege ich mich IT mässig ja immer recht international. Die meisten Konferenzen an denen ich bisher teilnahm waren im Ausland. Ob Brüssel, Berlin oder Budapest… ich bin schon in einige europäische Städte gereist dafür. Ich habe daher auch ein gutes internationales Netzwerk. Lokal fehlten mir aber die Kontakte in die IT Business Welt.

Das musste sich ändern, denn schliesslich habe ich mit der Vefko ein lokales Projekt am Start. Davos kam also wie gerufen. Das Thema war die Digitalisierung, wobei ich weniger wegen den Vorträgen dort war, als um mein Netzwerk zu erweitern. Networking nennt man das auf Denglisch 😉

Da der Ort nur etwa eine Stunde von mir entfernt liegt, und ich innerhalb der Schweiz eh eine Flatrate für den öffentlichen Verkehr habe, lohnte sich für mich die Übernachtung nicht. So hiess es pendeln an den beiden Tagen.

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Digital Forum Davos 2018 im Kongresszentrum Davos

Die Location war das Kongresszentrum Davos, das vor allem durch das WEF (World Economic Forum) bekannt ist. Allerdings waren die Sicherheitsvorkehrungen für uns nicht ganz so hoch. Davos wurde nicht Hermetisch abgeriegelt und ich habe auch keinen Scharfschützen auf dem Dach entdeckt. Ja, am Anfang fragte ich mich, ob ich hier richtig bin, denn ausser eine leeren Eingangshalle fand ich nichts. Das ging allerdings nicht nur mir so und wir machten uns gemeinsam auf die Suche. Nach einem kurzen Marsch durch die Katakomben des Gebäudes waren wir da, Badge entgegennehmen, los geht’s!

Ich sprach mit Personal Manager, Consultants, CEO’s und Rekrutierer. Die Gespräche drehten sich natürlich oft um Vefko, aber auch um Behinderte in der IT. Wieder mal waren mehrere Firmen auf der Suche nach neuem Personal. Ich bin zwar diesmal nicht mit einem Jobangebot nach Hause gekommen, aber ein paar Flirts mit Firmen hatte ich schon.

Vor allem die Idee, Vefko als Sprungbrett für den Ersten Arbeitsmarkt zu benutzen, fand reges Interesse. Der Programmierermangel erfordert neue Massnahmen. Man muss neue Ressourcen erschliessen, und da gehören halt auch Menschen mit einer Beeinträchtigung dazu. Mein Plan ist, die Leute erst mal bei Vefko arbeiten zu lassen, dann an Firmen auszumieten, und schlussendlich in den Arbeitsmarkt zu entlassen. Das klappt aber natürlich auch nur, wenn wir Leute finden, die den Mut zu so einem Abenteuer haben. Doch das ist ein anderes Thema, und darüber blogge ich ein anderes mal.

Aber auch die Vefko selbst fand anklang. Es waren natürlich auch Leute dabei, die in Vereinen sind, und einige kannten das Organisationschaos nur zu gut. Auch zum Preis von 40 Franken im Jahr meinten fast alle… „Das ist ja nichts.“ Na ja, wer uns unterstützen möchte, und mehr zahlen will, kann gerne eine einmalige Spende oder eine Passivmitgliedschaft abschliessen.

Zu guter Letzt konnte ich mit meinem Know how auch noch ein paar Leute helfen. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen an solchen Kongressen. Eines ist uns allen aufgefallen. An einem Kongress für Digitalisierung tauschen alle Visitenkarten. Der Fakt ist schon etwas witzig, beweist aber auch, dass Digitalisierung nicht überall alles verändert. In einem waren wir uns einig: Die Digitalisierung wird nicht das direkte Gespräch ersetzen. Daher war auch dieser Kongress eine tolle sache.

Zum Schluss hatte ich tatsächlich keine einzige eigene Visitenkarte mehr. Dafür jede Menge von anderen. Ja, ich war nach dem Kongress kaputt, aber es hat sich gelohnt.

https://www.davosdigitalforum.ch/

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Ende des Digital Forums Davos 2018. Wunderschöner Tag, und wir haben fast nur das Kongresszentrum gesehen 😉

Hochmut kommt vor dem Fall, oder der technische Abstieg von Apple

Vor 19 Jahren überlegte ich mir, einen eigenen Computer anzuschaffen. Die Wahl war damals nicht einfach. Linux war damals auf Desktop noch im experimentellen Stadium. Microsoft toppte sich selbst mit jedem neuen Betriebssystem in der Unreifheit. Und Apple war schon so gut wie Konkurs. Trotz ihrer damals finanziell schlechten Lage, brachte Apple wieder mal neue Produkte auf den Markt. Halt! die Produkte waren keineswegs neu, nur neu verpackt, in buntem halbtransparentem Plastik. Apple stiess damit eine Revolution an, und bewies, dass man Computer nicht nur in hellbeigen Gehäusen verkaufen kann. Bald gab es alles in farbigem Halbtransparenten Plastik, Haushaltsgeräte, Radio, Klobürsten… einfach alles.

Doch das revolutionäre Design war für mich nicht der Grund, auf Apple umzusteigen. Ich wusste damals, dass man mit Windows Millennium nur Probleme haben wird. Microsoft war damals komplett ohne Konkurrenz und nutzte ihr Monopol schamlos aus. Extrem teure Preise, und schlechte Produkte. Ich wollte einfach mal was anderes ausprobieren und Apple mal eine Chance geben.

Der Entscheid hat sich gelohnt. Über die vielen Bluescreens von Kollegen konnte ich nur noch lachen. Mein kleines Blueberry iBook lief wie geschmiert. Ja, die Leute lachten über mein Blueberry, und keiner wollte so richtig glauben, dass das wirklich was taugt. Zwei Jahre später legte Apple nach. Ein neues Notebook für damals 1400 Franken mit dem neuen Mac OS X drauf. Das auf FreeBSD basierende Betriebssystem räumte endlich die Kompatibilitätsschwierigkeiten mit anderen Betriebssystemen aus. Günstige Geräte von Apple, das war was neues. 1400 war damals wirklich ein fairer Preis.

Der Abschied von der Insellösung so wie die hohe Stabilität des Systems brachte Apple viele neue Kunden die von Microsoft einfach die Schnauze voll hatten. Die fairen Preise der Billiglinie (deren Qualität übrigens ganz ok war) zogen nun auch Mainstreamkunden an. Leute die gar nicht viel mit ihrem Computer machten. E-Mail Lesen und Schreiben, im Web surfen, und Fotos sortieren. Eine Weile konnte Apple auch jede Menge Web Entwickler und Server Administratoren für sich als Kunden gewinnen. Tools wie die Kommandozeile sind auf dem Mac bereits installiert.

Doch die Qualität von Apple änderte sich, als Apple sich entschied den Bereich des Computerherstellers zu verlassen, und stattdessen sich auf Modeaccessoires zu konzentrieren. Ok, das ist vielleicht etwas überspitz, aber mir fiel nichts besseres ein den Prozess zu beschreiben 😉 Das habe ich spätestens wahrgenommen, als ich mein Macbook Air hatte. Buah, du hast Apple, wie geil ist das denn. Das ist überhaupt nicht geil, das Macbook Air war die grösste Enttäuschung die ich hatte.

Eine weitere Enttäuschung war mein IMac 2011er model. Ich wollte da ein Systemupgrade machen, und von der langsamen Festplatte auf eine schnelle SSD wechseln. Erste Enttäuschung, was bei einem normalen Computer so 10 Minuten brauchte, war beim IMac mit 60min Arbeit verbunden. Als SSD wählte ich glaub ich eine Toshiba. Der Service Techniker meinte, die Original von Apple sei auch eine Toshiba einfach doppelt so teuer. Als ich dann den Computer zum ersten mal startete, dachte ich einen Staubsauger zu haben. Die Lüfter drehten auf voll touren. Ich fand heraus, dass Apple an der Harddisk (oder der SSD) einen eigenen Temperatursensor eingebaut hat. Es gibt absolut keinen Grund, so einen einzubauen, denn die Harddisk hat schon standardmässig einen Temperatursensor. Ich fand dann auch eine App, die den Mac davon überzeugt, der Standardsensor zu nutzen. Die funktionierte auch tadellos. Der einzige ersichtliche Grund war, dass Apple die Kunden zwingen wollte, ihre überteuerten Ersatzteile zu kaufen. Sowas nenne ich Kunden verarsche.

Vor drei Jahren bin ich daher auf Lenovo ThinkPad umgestiegen. Diesen Frühling hatte ich mir für CHF 1800 ein neues Gerät angeschafft. Dazu habe ich mir vor kurzem noch eine Docking Station Maus und Tastatur für CHF 300.– geholt. Mein ganzes Setup kostet aktuell 2200 Schweizer Franken, viel Geld würde man sagen. Doch im Preis inbegriffen ist eine 3 jährige onside Garantie. Das heisst, bei einem Garantiefall wird erst über die Hotline geschaut, was kaputt sein könnte, dann die Teile bestellt, und dann kommt ein Service Techniker zu mir nach Hause, und repariert das. Und nach drei Jahren gibt’s wahrscheinlich eh wieder ein neues Notebook. Beim Lenovo ist so gut wie alles austauschbar. Es verfügt über 1 Netzwerkanschluss. 2 USB 3.0, 1 USB-C, 1 Kartenleser, 1 HDMI. Kopfhörer Anschluss und ein Mobile Netzwerk ist auch dabei (Mit einer SIM Card kann ich über’s Handy Netz direkt vom Computer ins Internet)

Bei Apple muss man sich im vergleichbaren Preissegment mit ein paar USB-C Steckern zufrieden geben. Wofür man dann ne menge teurer Adapter kaufen kann. Will man den Akku wechseln, muss man einen komplizierteren Chirurgischen Eingriff ins Computer innere machen. und statt Onside Garantie gibt es nur eine BringIn die oft auch mit Wartezeiten verbunden sind. Natürlich, Apple computer sehen schon schick aus. Aber ich denke, es gibt wesentlich günstigeren Tischschmuck auf dieser Welt.

Ich war mal selbst ein begeisterter Apple Anwender und bin nur zähneknirschend auf Windows zurückgekehrt (obschon das gar nicht so schlimm war). Ich bin bei weitem nicht der einzige Poweruser der von Apple weg ist. Apple scheint das egal zu sein. Sie verAppeln lieber Marken- und Designfanatiker mit Fantastischem Design und noch höheren Preisen.

Ist eigentlich schon tragisch, damals wo Apple kurz vor dem Bankrott war, lieferten sie die wesentlich besseren Produkte, als heute wo sie mehr als genug Geld hätten. Hochmut kommt vor dem Fall. Also Apple Aktien würde ich momentan nicht zeichnen.

Die Woche beginnt auch bei mir am Montag Morgen

Montag Morgen um 06:30 Uhr. Einige sind unterwegs zur Arbeit. Es ist noch Ferienzeit im Sommer. Ich mache mal die Fenster auf, und ziehe die Bude durch. Zum Glück ist es zumindest am Morgen nicht mehr so warm. Da kann man mal durchlüften, und hat anschliessend halbwegs erträgliche Temperaturen zum arbeiten.

Obschon, Hitzetechnisch habe ich die perfekte Wohnung. Im Untergeschoss, so halb im Keller in einem Altbau mit fast 1 Meter dicken Mauern. Da bleibt es lange Zeit kühl. Aber bei einem Sommer wie dieser werden irgendwann die Mauern auch warm, und dann kriegt man die Wärme eine Weile gar nicht mehr raus. Das schlimmste ist aber glaub überstanden. Es geht doch mit grossen Schritten Richtung Herbst, und das merkt man vor allem an den kälteren Temperaturen in der Nacht.

Aber darum soll es in dem Blog doch gar nicht gehen. Viele glauben nämlich, das Home Office komplett die Tagesstruktur zerstört. Ja, ich gebe ja zu, ich wäre jetzt kein Fan von Montag bis Freitag acht Stunden arbeiten. Viele stellen sich Home Office zu gemütlich vor. So auf dem Sofa sitzen und Fernsehen, und nebenbei etwas arbeiten.

Nein Leute, Home Office ist nicht dazu da, damit man sich den kontrollierenden Blicken anderer Entziehen kann, und sich ein gemütlicher Tag auf kosten des Arbeitgebers nimmt. Das würde relativ schnell auffallen, wenn man zwar Stunden hat, aber die Arbeit nicht erledigt ist. Ich sitze auch meistens in meinem Büro, einfach zu Hause statt in einem Geschäftsgebäude.

Nun ja, ich könnte tatsächlich arbeiten wann ich wollte. In der Theorie funktioniert das sogar, in der Realität ist das etwas anders. Sobald man nicht alleine im Projekt ist, muss man sich oft mit der anderen Seite austauschen. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide zur selben Zeit online sind. Aus diesem Grund einigten wir uns, dass wir vorwiegend unter der Woche arbeiten, und wenn möglich auch während den normalen Büroöffnungszeiten etwas Präsenz zeigen.

Natürlich habe ich mehr Freiheiten. Ich kann schon um 16:00 auf den Zug, um ins Training zu gehen, und dann die Zugfahrt noch für Arbeitszeit nutzen. Oder ich kann auch mal einen Tag an einem Wochenende vorarbeiten, wenn ich unter der Woche ein Tag weg bin. Aber Generell startet auch bei mir die Woche am Montag Morgen und endet am Freitag Abend wie bei allen anderen auch.

Start in die Woche

„Ich hasse Montag Morgen“, werden viele von euch sagen. Ich nicht unbedingt. Denn wir können ja immer arbeiten und haben nicht so die strikte fünf Tage Woche. Dennoch startet auch bei uns die Woche am Montag. Computer starten, Vereinschat an, und es kann losgehen.

Der Chat ist wie gesagt so ein bisschen unser virtuelles Office. Das „Guten Morgen“ kommt dieses mal von Marc um 06:19. Es geht ähnlich zu und her wie in einem richtigen Büro. Wir besprechen erst mal was heute alles so zu tun ist, und dann geht es an die Arbeit. Marc hat übrigens jetzt auch einen Blog.

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Bei geht es dann erst mal in den Dorfladen. Schon praktisch, wenn der quasi um die Ecke ist. Hungrig starte ich nicht in den Tag, und schon gar nicht in die neue Woche. Das macht keinen Spass.

Diese Woche stehen wieder einiges an Arbeiten an. Ich möchte endlich mal ein Logo für den Verein gestalten. Dafür habe ich mir extra zumindest mal für einen Monat die Adobe Creative Cloud geholt. Illustrator und PhotoShop hab ich schon auf dem Rechner. Allerdings muss man sich auch erst in die Programme einarbeiten.

Neben den kreativen Sachen gibt es auch noch rechtliche Angelegenheiten zu klären. Dazu zählt auch das Thema Arbeitsverträge. Denn wir wollen ja früher oder später auch Leute anstellen. Dazwischen sind natürlich auch noch Trainings und ein Wettkampf.

Mit einem Stapel an Arbeiten startet also auch bei mir die Woche. Und auch ich mag nicht alles was da auf dem Stapel liegt. Aber ich arbeite für etwas, was mir Freude bereitet. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb ich Montag Morgen nicht hasse.

Und wie startet ihr in Eure Woche?

Blog 18 – Grossraumbüro SBB

Am Mittwoch Morgen startete mal wieder alles mit einem Morgentraining. Wie meist schon früh vor sechs Uhr. Es war eher ein Durchschnittstraining. Irgendwie bin ich schon etwas ausgelaugt. Die Trainingswoche, die am Sonntag startete, war anstrengend. Nach einer Stunde war das Ganze dann auch geschafft.

Weiter ging es im Büro, Bloggen und arbeiten für die Vefko. Bald haben wir die 20’000 Views und dieses Jahr ist bereits jetzt das Zweitbeste. Natürlich ist das grösstenteils der Tour geschuldet. Trotzdem bin ich auch jetzt so auf einem Schnitt von 20 – 30 Views pro Tag. Übrigens, wer keine Blogs mehr von mir verpassen will, kann den Blog abonnieren. Die Box dazu ist auf der rechten Seite.

Am Abend hiess es dann für mich, noch mal zum Training antreten. Mit dem Zug nach Zürich. Die ein stündige Fahrt nutze ich des öfteren zum Arbeiten. Da bin ich nicht der einzige. In der Schweiz ist das schon bei vielen Firmen Unternehmensstrategie. Reisezeit gleich Arbeitszeit, so zahlt sich die etwas längere Fahrzeit mit dem öffentlichen Verkehr plötzlich auch aus.

Ist irgendwie schon komisch… vor Jahren sagte mir mal ein Sunnie (so nannten sie die Mitarbeiter der Firma SUN Microsystems): „Als Programmierer landest du irgendwann im Management.“ Damals wollte ich ihm das nicht so recht glauben, aber wenn ich schaue, was ich heute so tue. Irgendwie alles, nur keinen Code schreiben.

Als ich Vefko startete, stellte ich mir das noch etwas anders vor. Es ist verrückt, wie viel Arbeit so ein Projekt macht, die keiner sieht. Vom Sponsoren suchen über Marketing bis hin zu rechtlichen Aspekten ist da alles dabei. Wer meint, mit programmieren alleine ist es getan, irrt sich gewaltig. Es hat schon manche gute Software gegeben die wegen dem schlechten Umfeld sich nie durchsetzen konnte und umgekehrt.

Das Training war nach einer Stunde auch vorbei. Das Koordinationstraining war dringend nötig. Da am Montag die Anlage geschlossen hatte, fehlte mir eines dieser Training. Wie ich ja bereits in früheren Blogs schrieb, Spass machen diese Trainings nicht. Ich bin wirklich froh, wenn am Donnerstag die Trainingswoche endlich zu Ende geht.

Irgendwann in der Nacht kam dann auch ich nach Hause und so ging auch ein weiterer Tag von mir zu Ende. Und wir lesen uns wieder, morgen um 17:00 Uhr

Blog 17 – Eine ToDo Liste für Vereine?

Irgendwann letzte Woche hatte Marc und ich ein Gespräch. Wir sprachen darüber, was wir alles noch tun müssen, um richtig an den Start zu gehen. Ihr kennt das bestimmt alle, man glaubt: „Ja ist bestimmt nicht mehr so viel“, und dann ist es doch noch deutlich mehr.

So ähnlich ging es uns auch, und plötzlich meinte
Marc: „Wir brauchen eine ToDo Liste.“
Ich: „Das wäre nicht schlecht.“
Marc: „Ich programmiere schnell eine.“

Über das Wochenende war ich zum grossen Teil offline. Einerseits hatte ich Wettkampf, und andererseits ruhte ich mal richtig aus. Am Montag schrieb mich Marc auf dem Chat an: und gab mir einen Link. Darauf war folgendes:

 

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Eine sehr frühe Alpha des ToDo Listen Tools

 

Irgendwie merkten wir dann gleich, dass das auch andere Vereine brauchen könnten. Es gibt ja immer jede Menge zu organisieren und dieses Tool könnte dabei helfen. Was haltet ihr von der Idee?

Natürlich braucht es noch einiges zur „Produktreife“ aber es ist mal einen Anfang.